- Deutschland (D)                                                                                           

Hauptstadt: Berlin Fläche: 357.114,22 km²Einwohner: 82.500.000Nationalfeiertag: 3. Oktober 

Deutschland setzt sich seit dem 03.10.1990 zusammen aus diesen 16 Bundesländer:

BundeslandHauptstadtFläche Einwohner 
Baden-Würtemberg Stuttgart 35.752 km²10.700.000
BayernMünchen 70.552 km²12.500.000
Berlin-------       892 km²   3.400.000
BrandenburgPotsdam  29.479 km²   2.600.000
Bremen-------       404 km²      660.000
Hamburg-------       755 km²   1.750.000
HessenWiesbaden 21.115 km²   6.100.000
Mecklenburg-VorpommernSchwerin 23.180 km²   1.700.000
NiedersachsenHannover 47.624 km²   8.000.000
Nordrhein-WestfalenDüsseldorf 34.085 km²18.000.000
Rheinland-PfalzMainz 19.853 km²   4.050.000
SaarlandSaarbrücken   2.596 km²   1.050.000
SachsenDresden 18.416 km²   4.300.000
Sachsen-Anhalt Magdeburg 20.446 km²   2.500.000
Schleswig-HolsteinKiel  15.799 km²   2.800.000
Thüringen Erfurt  16.172 km²   2.350.000

Inhaltsübersicht von Deutschland:

Auf dieser Seite finden sich Informationen zu Aufbau, aussehen und Entwicklung der deutschen Autokennzeichen.

In den nebenstehenden Unterordnern ist folgendes zu lesen:

Landkreis WertingenSpezielle Informationen über den ehemaligen Lkr. WER mit vielen Bildern.
Deutschland 1945 - 1956 und BesatzungszonenAlles über die Kennzeichen nach dem 2. Weltkrieg, sowie in den einzelnen Besatzungszonen die jeweiligen Kreise und Kennungen.
Grün, Rot, Kurzzeit, Export, Historisch, Saison, Wechsel, ElektrokennzeichenAuflistung aller dieser Sonderkennzeichen.
BehördenDie ehemaligen Behördenkennzeichen
Bund / Land / DiplomatenBundeskennzeichen, Kennzeichen der Bundesländer und Diplomatenkennzeichen.
Von A bis ZZAuf diesen 10 Unterseiten steht alles über die Zeit seit dem 1.7.1956 als das aktuelle System die Besatzungskennzeichen ablösten.
SiegelEin wichtiger Bestandteil der deutschen Autokennzeichen sind die Siegel. Hier sind sie ausführlich beschrieben.
Upps....Einige Bsp. dafür, dass nicht immer alles so ist, wie es sein sollte....
Ausländische Streitkräfte Ausländisches Militär in Deutschland ist durch spezielle Sonderkennzeichen erkennbar. Davon gibt es durchaus noch ein paar.
DDRDie Kennzeichen und Unterteilung in der Deutschen Demokratischen Republik von 1953 - 1990.

Die ersten Kennzeichen gab es im Deutschen Reich bereits 1880 für Fahrräder. 1896 wurden erstmals Kennzeichen für Autos vergeben. 1906 folgte das erste allgemein verbindliche Kennzeichensystem für das gesamte Reich. Im Laufe dieser letzten, inzwischen über 110 Jahre gabe es so einige verschiedene Kennzeichenformen, Farben und Unterteilungen. Zum 1.1.1994 wurden erstmalig die aktuellen Eurokennzeichen ausgegeben. Zunächst nur in Berlin und Brandenburg. Ein Jahr später, ab dem 1.1.1995 folgte die Einführung Bundesweit. Übergangsweise waren aber bis zum 31.10.2000 auch noch wahlweise die vorherigen DIN-Kennzeichen erhältlich. Seit dem 1.11.2000 sind die Eurokennzeichen mit blauem Band, Eurokranz und D, sowie der "Fälschungserschwerenden" Euroschrift (FE-Schrift) verbindlich.

Das aktuelle System ist seit dem 01.07.1956 in Umlauf und folgte auf die Besatzungskennzeichen. Die Ausarbeitung dieses Systems begann bereits 1951. Es gab mehrere verschiedene Versionen. Eingeführt wurde schließlich das folgende. Ein bis drei Buchstaben für die Stadt bzw. Landkreiskennung, gefolgt von einem offiziellen Siegel. Zur anschließenden Unterscheidung gab es drei Nummerngruppen von einem Buchstaben + einer Zahl, bis zwei Buchstaben + vier Zahlen. Daraus lässt sich errechnen wie viele Kombinationen je Kreis möglich sind.

Bereits eine größere Auswahl an Kombinationen gab es in den letzten Jahren durch die Vergabe von weiteren Buchstaben, die vorher gesperrt waren. Zur Erklärung: Bei Einführung der DIN-Kennzeichen 1956 wurden die Buchstaben B, F, G, J, O und Q nicht verwendet, da die Verwechslungsgefahr von B mit 8, F mit E, G mit 6, J mit I und O und Q mit 0 zu groß erschien. Da schließlich bald festgestellt wurde, dass I und 1 auch recht schwer zu unterscheiden war, wurde im März 1957 I durch J ersetzt. Somit kamen als Kombinationsbuchstaben nach dem Stadt- bzw. Kreiskürzel folgendene Buchstaben zum Einsatz: A, C, D, E, H, J, K, L, M, N, P, R, S, T, U, V, W, X, Y und Z. Bereits ausgegebene I wurden aber nicht zwangsumgekennzeichnet, sondern behielten ihre Gültigkeit. Aufgrund von gestiegenen Fahrzeugzahlen im Lauf der Jahrzehnte, wurden schließlich zum 01.08.1992 die Buchstaben B, F und G auch freigebeben, sowie ab 01.08.2000 zusätzlich I, O und Q. Die letzten drei gab es im Landkreis München mit Ausnahmegenehmigung bereits ab 26.05.2000, da zu diesem Zeitpunkt langsam die Nummernkontigente ausgingen. Möglich wurde dies außerdem durch die Fälschungserschwerende Euroschrift (FE-Schrift). Somit sahen sich die vorher ähnlich aussehenden Buchstaben und Zahlen nicht mehr ähnlich.

Gruppe I

Einteilung    Berechnung Kombinationen
a) A 1 - A 999  bis  Z 1 - Z 999                                  26 * 999    25.974
b) AA 1 - AA 99  bis  ZZ 1 - ZZ 99                             26 * 26 * 99     66.924
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                   Summe Gruppe I       92.898
Gruppe II
Einteilung  Berechnung Kombinationen
AA 100 - AA 999  bis  ZZ 100 - ZZ 999                            26 * 26 * 900    608.400
 ___________________________________
                   Summe Gruppe II    608.400
Gruppe III
Einteilung  Berechnung Kombinationen
a)  A 1000 - A 9999  bis  Z 1000 - Z 9999                                26 * 9.000    234.000
b)  AA 1000 - AA 9999  bis  ZZ 1000 - ZZ 9999                         26 * 26 * 9.000 6.084.000
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                  Summe Gruppe III 6.318.000
GESAMT 7.019.298

Das bedeutet also, für jedes deutsche Kennzeichenkürzel sind theoretisch 7.019.298 Kennzeichen möglich zu vergeben. Soviele Autos könnten also in jedem Kreis zugelassen werden. Bei den meisten Landratsämtern ist es aber so, dass bei weitem nicht alle Gruppen vergeben werden. Grundsätzlich gibt es bei Städten und Kreisen mit dreistelligen Kürzeln die Gruppe IIIb nicht, da maximal die Kennzeichen in Deutschland acht Stellen haben können. Es werden mittlerweile aber von vielen Zulassungsstellen alle ihr zur Verfügung stehenden Gruppen auch vergeben, obwohl dies anhand des Fahrzeugbestandes überhaupt nicht notwendig wäre. Der Grund ist einfach der, dass den Fahrzeughaltern mehr Möglichkeiten für Wunschkennzeichen offen stehen, welche in den letzten Jahren immer beliebter wurden.

Die DIN-Kennzeichen vom 01.07.1956 - 31.10.2000:

. Standardkennzeichen mit den maximalen Maßen 52x11 cm und Nummer aus der Gruppe Ia.

Meistens wurden bei kurzen Kombination kürzere Schilder verwendet. Bei Bedarf kam auch die DIN-Engschrift zum Einsatz.

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Standardkennzeichen aus der Gruppe Ib:

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Wenn nötig wurde bei Gruppe Ib auch Engschrift verwendet, z.B. wenn ein kürzeres Schild als 52x11 cm verwendet wurde.

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Gruppe II:

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In der Gruppe II kam es häufiger vor das Engschrift verwendet wurde, da Aufgrund der unterschiedlichen Buchstaben und Zahlenbreite teilweise anders gar kein Platz war. Bei Dreibuchstabigen Unterscheidungszeichen war dies weitgehend sogar Standard. Meistens betraf dies die beiden Mittelbuchstaben, jedoch wurde dies von Kreis zu Kreis individuell geregelt.

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Gruppe IIIa:

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Gruppe IIIb:

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Auch hier wurden bei 8stelligen Kennzeichen Großteils Engbuchstaben in der Mitte verwendet. Allerdings nicht immer.

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Zweizeilige Schilder gab es in jeder Menge unterschiedlicher Größen. Vom sogenannten Kuchenblech bis zu den kleinen Leichtkraftschildern mit 24x13cm. Je nach Kombination war hier von der normalen Mittelschrift, bis zur Engschrift alles möglich.

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Die Eurokennzeichen, seit 1.1.1994

Nachfolger der DIN-Schilder, wurden die heutigen Euro-Kennzeichen. Zunächst zum 1.1.1994 in Berlin und Brandenburg eingeführt und ein Jahr bundesweit. Geändert hat sich hier vorallem die Schrift. Die Buchstaben und Zahlen dieser FE-Schrift (Fälschungserschwerende Schrift) sind seitdem einheitlich breit. Davon gibt es auch 2 Versionen, die normale und vorrangig zu verwendende Mittelschrift und die Engschrift, welche bei Bedarf genutzt wird. Zusätzlich haben die Euroschilder den blauen Balken am linken Rand, mit Eurokranz und D. Am Nummernsystem hat sich nichts geändert. Diese Schilder sind seit dem 1.11.2000 verpflichtend. Ein Zwangsumtausch der alten DIN-Kennzeichen war nie vorgesehen und wird es auch nicht geben. Diese bleiben weiterhin uneingeschränkt gültig.

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Standardkennzeichen 52x11cm Nummerngruppe Ia. In der Regel werden hier aber nach wie vor kürzere Schilder verwendet. Je nach dem, mit Mittel- oder Engschrift.

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In der Gruppe Ib sieht es ähnlich aus. Lange Schilder mit der viel weißer Fläche bei der kurzem Kombination, oder auch kurze Schilder.

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Zweizeilige Schilder mit Kennungen aus Gruppe Ia und Ib:

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So wie in der Gruppe I sehen die Eurokennzeichen auch in Gruppe II und III aus, jedoch hier in der Regel auf maximaler Schildergröße. Da die Kennzeichen in Deutschland von Privaten Prägefirmen hergestellt werden, liegt es auch am jeweiligen Präger, wie ein Schild am Ende aussieht. Siehe hierzu weiter unten.

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Übergangszeit von DIN auf Euro 1.1.1994 - 31.10.2000

In diesen Jahren der Übergangszeit gab es einige Besonderheiten. Die alten DIN-Schilder hatten einen Bindestrich zwischen Kreiskürzel und Kennung, sowie Zulassungssiegel mit 35mm Durchmesser in schwarz auf silber bzw. auch schwarz auf weiß in früheren Jahren. Für die Eurokennzeichen wurden zum 1.7.1995 Neue farbige Zulassungssiegel mit 45mm Durchmesser eingeführt. Aufgrund der größeren Siegel wurde damit auf den Trennstrich verzichtet. Da diese größeren Siegel erst zu dem geplanten späteren Zeitpunkt kamen, hatten die 1994 in Berlin und Brandenburg eingeführten Euroschilder noch einen Eurotrennstrich.

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Die Eurokennzeichen welche ab 1.1.1995 bundesweit kamen, nicht mehr zwangsläufig. Dies war von Kreis zu Kreis bzw. von Präger zu Präger unterschiedlich. Die meisten Euroschilder hatten trotz der zunächst noch kleinen Siegel bereits keinen Strich mehr. Was alles alleine in einem Kreis möglich war, zeigt das folgende Bsp aus TF:

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Kleines Siegel ohne Strich, großes Siegel mit Strich und 2x kleines Siegel mit Strich. Zu solche Variationen kam es nicht nur in Berlin und Brandenburg.

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Bei den nach 1.7.1995 ausgegebenen DIN-Schilder gab in der Regel große Siegel, vorallem in den letzten Jahren der DIN-Schilder. Dies galt für Klebe-, sowie auch für Töpfchensiegel. Viele Zulassungsstellen brauchten die Restbestände ihrer alten kleinen Siegel auf und verwendeten diese für DIN-Schilder. Jedoch wurden diese auch unter Umständen für Euroschilder noch verwendet. Gelegentlich wurde bei DIN-Schildern und großem Siegel auf den Strich verzichtet. Dies war eine weitere Variante der Übergangszeit, kam aber eher seltener vor.

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Näheres zu den Zulassungssiegeln allgemein findet sich auf der Seite "Siegel". Mehr noch zu den Prägeweisen der Schilder siehe dazu unter "Buchstaben".

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Von den alten und neuen Schildern gibt es in Deutschland jede Menge. Insgesamt sind es zur Zeit 433 aktuelle Stadt- u. Landkreise. Eine Liste aller aktuellen und ehemaligen deutschen Landkreise die es seit dem 01.07.1956 gibt und gab, findet sich nebenstehend in den 10 Unterordnern "Von A - ZZ". Insgesamt macht das nun inzwischen 798 verschiedene Zuteilungen, inklusive alles Sonderkennzeichen, der Landesregierungen, sowie Bundeskennzeichen. Darunter sind auch inzwischen 7 Kombinationen, welche bereits einmal vergeben wurden und nun wieder verwendet werden. Dazu weiter unten ausführlicher.

Der Grund dafür dass seit 1.7.1956 798 verschiedene Kennungen ausgegeben wurden, aktuell aber nur noch 433 verwendet werden, liegt daran das diese Kombinationen auslaufend sind und die nicht mehr vergeben werden. Auslaufende Kennzeichen deshalb, da im laufe der Jahre mehrere Kreisgebietsreformen durchgeführt wurden. Viele kleine Landkreise wurden aufgelöst und größeren angeschlossen oder es wurden zwei kleine Kreis zu einem zusammengelegt. Solche Gebietsreformen gab es in den einzelnen Bundesländern zu folgenden Terminen, nachdem auch zum 01.01.1991 in den fünf östlichen Bundesländern die neuen Kreise gebildet worden waren:

Rheinland-Pfalz:07.06.1969 Brandenburg:01.01.1994
Schleswig-Holstein:26.04.1970Mecklenburg-Vorpommern:12.06.1994
Bayern:01.07.1972Sachsen-Anhalt:01.07.1994
Hessen:01.08.1972Sachsen:01.08.1994
Baden-Württemberg:01.01.1973Thüringen:01.02.1995
Nordrhein-Westfalen:01.01.1975Sachsen-Anhalt:01.07.2007
Niedersachsen:05.04.1978Sachsen:01.08.2008

Zu diesen Stichtagen traten jeweils die Reformen in Kraft. Jedoch wurden einige Kennzeichen erst zu späteren Zeitpunkten geändert oder neue Kürzel eingeführt. In den alten Bundesländern war hier vorallem der 12.02.1979 ein Stichtag, in den östlichen Ländern gab es hier mehrere spätere Änderungen. Der Grund dafür dass in der BRD erst 1979 einige Neue Kennungen eingeführt wurden, war das urspünglich mit den 1956 eingeführten Kreisbezeichungen, dass Kreiskürzel aus der Kreisstadt hervorgehen musste. Diese Regelung wurde 1979 aufgehoben, so dass das Kreiskürzel nicht mehr davon abhing. Bsp: Der ehemalige Landkreis Marktoberdorf hatte MOD. Dieser wurde wie viele andere 1972 aufgelöst. Im neuen Landkreis Ostallgäu war Martkoberdorf aber weiterhin die Kreisstadt, weshalb das Kennzeichen MOD blieb. Erst mit dieser Änderung, bekam der Landkreis Ostallgäu OAL. Dies findet sich alles ausführlich bei den Einzelnen Kreisbeschreibungen unter "A-ZZ".

Mittlerweile werden jedoch einige der ehemals auslaufenden Kennung wieder vergeben. Diese werden parallel zu den bestehenden auf Wunsch ausgegeben. Die ersten Wiedereingeführten Kennungen kamen im Oktober 2012. Seit dem folgten einige 100 weitere. Diese haben jedoch auf dem Siegel nicht mehr den alten Kreisnamen, sondern ein Siegel des aktuellen Rechtsnachfolgers. Z.B. steht auf den Neuen WER nicht "Landratsamt Wertingen" wie früher, sondern "Landratsamt Dillingen a.d. Donau".

Zu den Siegeln noch folgendes:

In Nordrhein-Westfalen wurde zum 01.10.1969 die Bezeichnung Kreis anstatt Landkreis eingeführt. Das gleiche tat auch Schleswig-Holstein, allerdings hier erst gleichzeitig mit der Kreisreform zum 26.04.1970. In allen anderen Bundesländern heißt es weiterhin Landkreis. Allerdings ist dies nicht immer auch auf den Siegeln zu lesen. Die Einzelnen Bundesländer verwenden hier u. a. folgende Aufschriften:

Baden-Württemberg: Landratsamt ....
Bayern:Landratsamt ....
Berlin: Bundeshauptstadt (früher: Landeseinwohneramt, in Ost-Berlin auch: Zulassungsstelle...)
Brandenburg: Landkreis ....
Bremen: Freie Hansestadt ....
Hamburg: Behörde für Inneres ...., Freie und Hansestadt ...., Landesbetrieb Verkehr
Hessen:Der Landrat des Landkreises .... oder Der Oberbürgermeister der Stadt ..... oder Landkreis .... - Der Landrat
Mecklenburg-Vorpommern:Landkreis ...., Hansestadt ....
Niedersachsen: Landkreis ....
Nordrhein-Westfalen: Kreis ...., (früher Landkreis ....), Straßenverkehrsbehörde...., Siegel des Landkreises....
Rheinland-Pfalz: Kreisverwaltung ....
Saarland: Landkreis ...., .... Kreis, Mittelstadt ....
Sachsen: Landkreis ....
Sachsen-Anhalt:Landkreis ....
Schleswig-Holstein:Kreis .... , (früher Landkreis ....)
Thüringen: Landratsamt ....

Einzelheiten hierzu finden sich unter den jeweiligen Kennzeichen bei "Von A bis ZZ". Seit 1956 änderte sich doch die eine oder andere Siegelumschrift.

Im Laufe der Zeit kam es zu ein paar "Doppelvergaben" von Kreiskürzeln. Das 1. und Beste Beispiel ist hierfür das L. Die zum 01.01.1991 eingeführten "Ost-Kürzel" wurden bereits bei der Planung der West-Kürzel Anfang der 1950er Jahre festgelegt, für den Fall einer baldigen Wiedervereinigung. Da dies aber schließlich doch noch länger dauerte als damals vermutet, wurden die Ost-Kürzel sozusagen auf Eis gelegt, bis es endlich 1990 soweit war. Nun war aber das für Leipzig vorgesehene L aufgrund der Gebietsreformen im Westen inzwischen für den Lahn-Dill-Kreis vergeben worden. Dieser verzichtete daraufhin zugunsten von Leipzig auf das L. Daraufhin wurde L für den Lahn-Dill-Kreis zum 01.11.1990 durch LDK ersetzt und die Stadt Leipzig sowie der Landkreis Leipzig erhielten ab 01.01.1991 das L. Jedoch wurden die ausgegebenen L für den Lahn-Dill-Kreis nicht ungültig. Unterschieden wird hier nur durch die Nummerngruppen und einzelne Buchstaben.

Die weiteren Kennzeichenkürzel sind diese:

Im Juli 1956 wurde für Stade zunächst nur ST verwendet. Seit 01.01.1975 gibt es ST wieder für den Kreis Steinfurt. Von diesem aber nur einen Monat lang vergebenen Kürzeln sind nach über 50 Jahren schon lange keine mehr zu finden. Ebenso sollte zunächst NW für Neuwied am Rhein verwendet werden, sowie NH für Neustadt an der Weinstraße. Neuwied bekam schließlich NR und Neustadt an der Weinstraße NW. Diese beiden urspünglichen Kürzel wurden aber nie ausgegen. Die Änderung erfolgte noch vorher. NH gab es schließlich  doch noch für drei Jahre von 1991 - 1994 für Neuhaus

Anders ist dies bei den letzten beiden wiedervergaben. Von 1991 - 1993 hatte der Landkreis Herzberg in Brandenburg HZ. Dies wird nun seit dem 01.07.2007 für den Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt wiederverwendet. Ebenfalls in Sachsen-Anhalt gibt es seit dem 01.08.2008 BK für den Landkreis Börde wieder. Jedoch wurde BK bereits von 1956 - 1972 vom Landkreis Backnang in Baden-Württemberg verwendet. Da von beiden Alt-Kreisen noch Fahrzeuge zugelassen sind, könnte es theoretisch zu Verwechslungen kommen. Praktisch ist dies jedoch eigentlich ausgeschlossen, da es z. B. BK alt nur in DIN-Schrift gab, BK neu nur in Euro gibt.

Ganz aktuell die neuerste Doppelvergabe, welches auch tatsächlich gleichzeitig verwendet wird, ist SH. SH wird bereits seit 1956 für das Land Schleswig-Holstein verwendet. Seit 2009 verwenden nun auch die Amerikanischen Streitkräfte in Deutschland SH für Privatfahrzeuge von Soldaten. Der einzige erkennbare Unterschied ist, dass Schleswig-Holsten nach dem SH nur Zahlen hat, während die Amerikaner SH und zwei Buchstaben, drei Zahlen vergeben. Außerdem ist im blauen Feld nicht D und der Sternenkranz zu sehen, sondern USA und das NATO-Zeichen.

Eine Besonderheit bei den West-Ausläufern ist der ehemalige Landkreis Ludwigshafen. Auch wenn die Stadt Ludwigshafen weiterhin LU hat, und somit das Kürzel weiter besteht, so ist der Kreis doch der einzige Euroausläufer im Westen. Seit 1.9.2005 vergibt der ehemalige Landkreis Ludwigshafen RP für Rhein-Pfalz-Kreis. Der Kreisname wurde bereits einige Jahre zuvor geändert und das Kennzeichen nun angepasst. Was also bei LU nicht mehr vergeben wird, sind alle Kombinationen mit einem Buchstaben und bis zu vier Zahlen.

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- Außergewöhnliches und nicht reguläres

Die nächsten paar Schilder waren keine Alltagstauglichen sondern hatten eine spezielle Verwendung als Filmkennzeichen. Auch hierbei spielt das Siegel meistens eine entscheidende Rolle, da ansonsten die Kennzeichen von den regulären nicht zu unterscheiden sind.

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Dieses HH-P 5 befand sich an einer roten Dodge Viper im dem deutschen Kinofilm "Autobahnraser".  Von den drei nachfolgenden Kölnern ist auf jedenfall das einzelnen aus der Serie "Alarm für Cobra 11".


Beweis bei K-CW 357: Anstatt Stadt Köln steht auf dem Siegel "Filmrequisite". Außerdem ist das TÜV-Siegel auf dem Schild von 07. 07 sind die Siegel aber orange und nicht blau wie hier. Beim oberen Paar sind die Siegel viel künstlicher gemacht, Aufschrit ist "Musterplakette", außerdem sind diese Euroschilder mit Trennstrich, dafür ohne Eurofeld. In Mainz wurde eine einfachere bzw. billigere Lösung genommen und einfach mal "Blechrätsel" draufgeschrieben. 
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Es folgen einige Bsp. für die unterschiedliche Prägeweise von Schildern. Vor allem bei den DIN-Schildern kamen aufgrund der unterschiedlichen Buchstaben- und Zahlenbreite recht kreative Schilder zustande.

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BLK mit nur engen Mittelbuchstaben und überflüssigerweise, auch mit komplett engen Buchstaben. Das selbe beim nachfolgenden CHA. Bei nur einer Zahl mehr, wurde u.U. komplett gequetscht.

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Das untere CLP beweist, es hatten auch 8 Zeichen ohne Engschrift auf 52cm Platz, ohne zusammen gepresst auszusehen. Gerade mit der schmalen DIN 1 sollte dies in der Regel kein Problem sein. Jedoch wurden genau hier die Mittelbuchstaben sinnloserweise eng geprägt. Das selbe gleich nochmal bei DM. Hier wurde das 2. M grundlos eng. Sieht gegenüber dem breiten vor dem Strich auch recht eigenwillig aus.

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Wie leicht 7 Zeichen auf ein Schild passen beweist IN. Durch das schmale I geht das sogar auf einem 46cm Schild. Natürlich hat mit einer Zahl weniger alles auch auf 52cm Platz. Dafür haben die folgenden beiden MD und ME relativ unnötig die beiden Mittelbuchstaben in eng geprägt. Auch wenn es nicht so aussieht, das wäre auch normal gegangen.

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STA hat ganz gern die Kreisbuchstaben gequetscht und wo nicht nötig, auch ganz auf Eng verzichtet. Das kam auch bei MZG vor.

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Da obere SN ist wie es sein sollte, beim unteren kamen grundlos enge Buchstaben zum Einsatz.

Ein ganz eigenes Kapitel waren bei DIN-Kennzeichen Kombinationen mit W. Das W war der breiterste Buchstabe von allen und gab es in 3 unterschiedlichen Maßen. Das normale "Breite W", ein schmales W und letztendlich das W in Engschrift. Die folgenden Schilder zeigen, dass es durchaus möglich war das normale breite W zu verwenden, auch bei längeren Kombinationen. Häufig wurde jedoch, auch grundlos, das schmalere W verwendet. Zunächst das breite W:

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Nach diesen 9 Bsp., wie es auch mit einem breiten W ohne Engschrift geht, einige Schilder mit dem schmalen W.

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Im direkten Vergleich aus GRS ist deutlich zu erkennen, nur aufgrund des W, wurden bei gleich langer Kombination die Mittelbuchstaben in Eng geprägt. Bei den folgenden kam es wohl teilweise aus "Sicherheitsgründen" zu einem schmalen W. Nötig wäre es bei den folgenden nicht unbedingt bei allen gewesen.

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Hier hätte leicht ein breites W verwendet werden können, da mit I und 1 in der Kombination genügend Platz gewesen ist.

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SRB ist das selbe Bsp. wie bei GRS. Gleichlange Kombination, in Verbindung mit W, eng. Dabei wäre hier im Gegensatz zum PAF darüber mit einer Stelle mehr, sogar noch relativ viel Platz gewesen. BN hat sogar bei einer ganze Serie die Zahlen auch noch in eng geprägt. Nötig war dies hier auch nicht. Bei diesen 8stelligen Kombinationen hätte es nur das engere SW auch getan. Mit WW wie bei NEA, bleiben fast nur schmalere W übrig. Standardmäßig das schmale W verwendet, ob nötig oder nicht, hat QLB.

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Umgekehrt war aber auch möglich. Zugunsten eines breiten W, wurde die Kreiskennung eng geprägt.

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Jetzt gibt es auch noch jede Menge Städte und Kreise, welche bereits mindestens ein W (oder auch 2) in der Kennung haben. Bei diesen Kennzeichen gab es von vorn herein das Problem, wie am Besten geprägt wird. Es gab durchaus jede Menge Schilder, mit breitem W und ohne Engschrift im weiteren Verlauf.

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W und WR beweisen, dass auf 6stelligen Kennzeichen problemlos 2 breite W Platz hatten, WES und WTM schafften es dank der 1 in der Nummer, auch mit einer 7stelligen Kombination, ebenso wie auf dem nachfolgenden WUG, da hier allerdings Zweizeiliges Schild. Bei einem Einzeiligem hätte das in diesem Fall nicht funktioniert.

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Wurde das W in der Kennung breit geprägt, wurde dann oft dahinter gequetscht.

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Im direkten Vergleich der 3 NWM, zeigt das mittlere Schild, dass es auch in komplett breit ging. Dies bleib aber eher die Ausnahme. Immerhin macht bei NWM die Kreiskennung die Hälfte des Schildes aus. Die weiteren Kreis mit W zeigen, dass Variiert wurde wie es gerade am offensichtlich einfachsten passte.

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Gerade LWL, WAK, WOB, SAW und SÜW zeigen welche Unterschiede es geben konnte. Bei letzten SÜW kam es zu 2 unterschiedlich breiten W, ebenso wie beim folgenden BIW.

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Sieht nebeneinander durchaus etwas gewöhnungsbedürftig aus. WLG und WO sind zwei weitere Bsp. dass es bei gleich langen Kombinationen auch ohne Engschrift ginge.

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Die andere Version war wie bei WHV und WN, mal breites W, mal schmales W zu verwenden. Je nachdem was der Präger wohl für nötig hielt. Eine weitere Möglichkeit war nur das schmalere W in der Kennung zu verwenden. Dies verwendeten einige Kreise wie NW, ROW und WDA fast serienmäßig.

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Es gab nun auch noch Kennungen mit 2 W.

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Bei WW wurden doch weitgehend 2 breite W verwendet. Lediglich das unterste, kurze Kennzeichen hat ein schmales WW. Noch interessanter war es bei WSW. Es gab Kennzeichen bei denen WSW in breit geprägt wurde, meistens jedoch in eng, einige Male auch mit ausschließlich engen Buchstaben.

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Zum Ende der W-Geschichte, nochmal ein Massenvergleich aus WBS und WUG.

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Zuletzt überarbeitet wurde die deutsche Seite am: 24.07.2016

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