- Behördenkennzeichen

Vom 01.07.1956 bis zum 28.02.2007 gab es Behördenkennzeichen. Hierbei wurde nach dem Kreiskürzel kein weiterer Buchstabe verwendet, sondern ausschließlich eine bis zu 5stellige Zahl. Die Kennzeichen gab es u. a. für Polizei, Kommunale Fahrzeuge der Städte und Gemeinden und teilweise für die Feuerwehr. Hier gab es folgende Unterteilung, welche jedoch nicht zwingend vorgeschrieben war. Je nach Bundesland oder sogar Landkreis konnte es hier zu Abweichungen kommen. Grundsätzlich galt jedoch folgendes:

Nummern von 1 - 99, sowie 100er, 1000er und 10000er Nummern wurden für gehobenen Bundes- u. Landesbehörden verwendet, welche keine eigenen Sonderkennzeichen bekamen.

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Wie zu sehen, werden auch kurze Behördennummern oft auf langen 52x11cm Schildern geprägt. Dadurch bleibt recht viel Platz auf den Schildern. Die Prägeweise ist teilweise auch recht eigenwillig. Manchmal mittig ausgerichtet, manchmal mit größeren Lücken in der Mitte oder sehr einseitig wie das   RE - 37    .

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Die 1000 - 1999 gab es bei vielen Behörden, die 10000er Serie hingegen war schon eher selten anzutreffen. Diese wurde vor allem in größeren Städten ausgegeben bzw. benötigt.

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200er, 2000er und 20000er Nummernblöcke gab es für Städte, Gemeinden, Landkreise, Feuerwehr, usw. Alle kommunalen Fahrzeuge fielen in diesen Bereich. Hierbei gab es auch das eine oder andere Steuerfreie Fahrzeug. Somit kamen auch grüne Behördenkennzeichen zustande. Als Reserve dienten hier 600er, 6000er und 60000er Nummern. Manchmal wurden aber auch die 400er, 4000er und 40000er hergenommen.

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Behördenkennzeichen wurden mit den Jahren auch immer wieder Neu vergeben. Dabei kamen dann solche Folgekennzeichen zustande:

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Die 20000er Serie wurde verwendet, wenn die 2000er nicht mehr ausreichte. Auch wurde dieser Block zur Unterscheidung zwischen Stadt und Landkreis verwendet. So hatte konnte z.B. die eine kreisfrei Stadt 2000 - 2999 verwenden, der Landkreis mit gleichem Unterscheidungszeichen ab 20000.

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Alternativ anstatt der 20000er wurden auch die 600er, 6000er und 60000er verwendet. Wobei die 60000er hier nur praktisch möglich war, theoretisch wurde diese jedoch nirgends ausgegeben. Zumindest ist nicht bekannt, das es irgendwo 60000er Nummern gegeben hätte.

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Neben den 2000er und 6000er wurde manchmal auch die 400er, 4000er, 40000er Serie als kommunale Zusatz- / Ersatzserie verwendet. Wobei eine Verwendung von 40000er Nummern nicht bekannt ist.

4000er verwendete u.a. die Stadt Augsburg:

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300er, 3000er und 30000er Zahlen hatte in der Regel die Polizei. Hier gab es als Reserve 700er, 7000er und 70000er Nummern. Nach dem Wegfall der Behördenkennzeichen wurde es hier den Ländern überlassen, was die Polizei für Kennzeichen bekam. Daher gibt es heute keine einheitliche Regelung und einen komplett schwachsinningen Durcheinander, da z. B. Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein nun das Kürzel des Landes verwenden, Bayern oder Sachsen hingegen ganz normale Kennungen vergibt. (In NRW bereits ein paar Jahre vor Wegfall der Behördennummern eingeführt NRW 4 - .... oder in Schleswig-Holstein SH und eine 30000er Nummer.)

Die Polizei hat jedoch eine Zentrale Zulassung aller Fahrzeuge beim jeweiligen Landespolizeipräsidium. Z.B. im Regierungsbezirk Schwaben hatte alle Polizeifahrzeuge Kennzeichen des Polizeipräsidiums Augsburg und somit A. Später aufgeteilt in Polizeipräsidium Schwaben-Nord in Augsburg und Schwaben-Süd in Kempten. Das heißt in allen übrigen schwäbischen Landkreisen blieben die 3000er Nummern frei. Daher war es gelegentlich der Fall, dass kleinere Landkreis die 300er Serie auch anderweitig verwendete. Die 30000er kamen vor allem in Großstädten zum Einsatz. In Bayern waren zuletzt alle Fahrzeuge der Bereitschaftspolizei zentral in Bamberg zugelassen (  BA 30000  bis   BA 39999 ).

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Dieses grüne  MR - 3528  ist ein Bsp. dafür dass auch die 3000er Serie in einigen Kreisen nicht für die Polizei verwendet wurde. Steuerbefreite Polizeiautos gab es bisher definitiv nicht. Die Schildergröße und der Zustand spricht hier eindeutig für eine kommunale Nutzung.

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800er, 8000er und 80000er Nummern gab es für weitere Behörden und übergeordnete Einrichtungen. Vorallem der Katastrophenschutz hatte diesen Nummernbereich. Bis 1997 wurde auch für das Technische Hilfswerk diese Nummern vergeben. Als Reserve gab es hier 500er, 5000er und 50000er Kennzeichen.

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Weitere Schilder und Fahrzeuge des Katastrophenschutzes sind u.a. diese folgenden. Hier wird widerrum deutlich, dass auch die 8000er Schilder für kommunale Fahrzeuge ausgegeben wurden.

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Das THW verwendet auch weiterhin seit Einführung der eigenen Kennung THW Nummern ab 8000, 80000 bzw. mittlerweile auch ab 9000 und 90000. Näheres dazu siehe unter Bund/Land/Diplomaten.

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900er, 9000er und 90000er Nummern gibt es für Konsulate. Diese werden auch weiterhin vergeben. Siehe dazu auch unter Bund/Land/Diplomaten.

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Aktueller Stand: 16.02.2016